SOA in der Cloud

Was hat SOA mit Clouds zu tun? Okay, beides sind Buzzwords, die man bald schon nicht mehr hören kann. SOA ist – was den Marketing-Hype angeht – schon wieder auf dem absteigenden Ast, dem Cloud-Computing steht dies noch bevor.

Aber da ist noch mehr: Clouds machen ohne SOA wenig Sinn. Ebenso erschließt sich das Potential von SOA erst in der Cloud. Wieso das?

Bei dem ganzen Hype um die Cloud wird vielleicht manchmal über das Thema Integration zu wenig nach gedacht. Aber kann man denn nach all den vielen Integrationsprojekten die die Beraterbranche in den letzten ca. 30 Jahren reich gemacht hat der Ansicht sein, dass Applikationen wie z.B. ein CRM einerseits und ein ERP-System andererseits mehr oder weniger unverbunden nebeneinander existieren können? Und dass das Sinn macht?

Diese beiden Systeme über eine individuelle Schnittstelle zu verbinden, kann aber auch nicht der Weg sein, denn gerade über solche Schnittstellen werden ja Unternehmensarchitekturen in Stein gemeißelt. Die Flexibilität und Agilität die die Cloud mit sich bringt, ginge sofort wieder verloren. Der Wechsel von einem Cloud-Provider zu einem anderen würde durch diese Schnittstelle erheblich erschwert.

Die Lösung liegt auf der Hand: SOA! Wenn standardisierte Interfaces für solche Datentransfers angeboten werden, wird eine schnelle und unkomplizierte Integration von Systemen aus unterschiedlichen Domänen realistisch.

Und umgekehrt: Ist es wirklich sinnvoll den Zugriff z.B. auf die Kostenstellendaten über einen proprietären Web Service im Unternehmen zu regeln? Wie viele Applikationen werden denn in einem nicht allzu großen Unternehmen diese Schnittstelle nutzen? Wie hoch ist die Chance, dass dieser Service tatsächlich ‚resused‘ wird? Anders aber in der Public-Cloud: Hier ist eine standardisierte Schnittstelle immens wertvoll.

Das würde bedeuten, dass das Cloud-Computing erst dann die heute versprochenen Benefits einfahren kann, wenn SOA einen entsprechenden Reifegrad erreicht hat und wenn v.a. die Web Services übergreifend einigermaßen standardisiert sein werden. Und das kann natürlich noch etwas dauern. Bleibt also noch etwas Zeit, sich darauf gut vorzubereiten!

ITIL-Implementierung in der Praxis

Über das Design von ITIL-Prozessen gibt es Unmengen an Literatur. Das Thema „Einführung von ITIL-Tools“ führt im Vergleich dazu eher ein Schattendasein. Dabei gehen gerade ITIL-Tooleinführungsprojekte oft schief. Die Fehler, die  hier gemacht werden sind immer wieder dieselben.  Wir haben zusammen mit Kunden und Tool-Herstellern eine Vorgehensweise zur Implementierung von ITIL-Tools entwickelt, die eine schnelle und problemlose Einführung ermöglicht. So konnte z.B. bei einem der großen Energieversorger in nur fünf Monaten eine CMDB zur Abbildung von 200.000 CIs eingeführt werden.

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